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In fremden Schuhen – KI-Rollenspiel mit selbsterschaffenen Charakteren

In fremden Schuhen – KI-Rollenspiel mit selbsterschaffenen Charakteren

  • Tag
    AI, AIKI
  • Zyklus
    C3, C4, ES-INF
  • Schwierigkeitsgrad
    Intermediate
  • Fachbereich
    Sprachunterricht
  • Medium
    Lesson Plans
  • Medienkompetenzen
    Informationen und Daten, Kommunikation und Zusammenarbeit, Digitale Welt
Material
Medienkompetenzen

1.2 Daten, Informationen und digitale Inhalte analysieren und bewerten
1.4 Daten, Informationen und digitale Inhalte verarbeiten
2.1 Mit anderen zusammenarbeiten
5.2 Kritisch-reflektiert mit digitalen Medien interagieren

Bezug zum Lehrplan

Langues: Production orale

Kontext

In dieser Unterrichtseinheit geht es darum, über das Erstellen von KI-Assistenten zu bestimmten Rollen zu reflektieren. Die Lernenden erstellen fiktive Personen für ein Rollenspiel. Sie konfigurieren eine KI-Assistenz in der Rolle dieser Person und führen mit ihr ein Gespräch.

Ziele der Stunde
  • Die Lernenden formulieren Charakterbeschreibungen.
  • Sie schreiben eine Vorgabe für einen KI-Assistenten (Personen-Chat).
  • Sie beschreiben den Einfluss von Sprache und Rollenverhalten auf die Kommunikation.
  • Sie analysieren die Rolle von KI in simulierten Gesprächssituationen.
Ablauf der Stunde

1. Einstieg (10–15 Min)

Kurze Einführung in das Tool „Personen-Chat“ von Fobizz. Den Lernenden wird erklärt, dass dieses KI-Tool es ermöglicht, fiktive oder reale Personen zu generieren, mit denen man im Dialog stehen kann.

Fragen an die Klasse:
– Welche Berufe oder Figuren wären spannend, um mit ihnen zu sprechen?
– Was müsste die KI über diese Figur wissen, um glaubwürdig zu antworten?

Ziel: Verständnis dafür wecken, dass Sprache, Kontext und Rollenmerkmale zentral für KI-gestützte Dialoge sind.

2. Erarbeitung: Eigene Figur erschaffen (20–30 Min)
Teil 1:
Die Lernenden erstellen in Gruppen zu zweit oder dritt eine einfache Figur im Personen-Chat, zum Beispiel: „Ein Zeitreisender aus dem Jahr 3025“, „Eine Lehrerin aus dem Mittelalter“, „Ein Roboter, der Gefühle lernen möchte“.
Sie führen erste einfache Dialoge mit ihrer Figur und dokumentieren Antworten und Überraschungen.

Teil 2:
Die Gruppen erhalten die Aufgabe, eine komplexe Figur mit Hintergrundgeschichte, Zielen und Eigenheiten zu erstellen.
Sie geben der KI diese Beschreibung über den Prompt und testen die Reaktionen in einem simulierten Interview oder Rollenspiel.

Ziel: Tieferes Verständnis der Wechselwirkung zwischen Input und Dialogverhalten.

3. Präsentation (15–20 Min)
Jede Gruppe präsentiert ihre Figur (Charakterbeschreibung, Ziele, Eigenheiten) und gibt Auszüge oder Screenshots aus dem Dialog mit der KI wieder.
Sie reflektieren über folgende Fragen:
– Wie glaubwürdig war der Charakter?
– Wie hat sich der Dialog angefühlt?
– Welche Fragen haben besonders gut funktioniert?
– Welche Antworten haben nicht gepasst?
– Wie verlässlich waren die Antworten?

4. Reflexion (10–15 Min)
Diskussion im Plenum zu diesen möglichen Fragen:
– Was bedeutet es, einen Charakter gut zu beschreiben?
– Wie verändert sich unser Gesprächsverhalten, wenn wir in Rollen sprechen?
– Welche Chancen und Risiken siehst du in solchen KI-basierten Rollenspielen?

Ergebnisse der Feedbackrunde festhalten

Weiterführende Aktivitäten
  • Rollenspiele mit ethischen Dilemmata (z. B. Philosophie-Unterricht)
  • Historische Interviews (z. B. „Sprich mit einer Zeitzeugin der Französischen Revolution“) Hinweis: besprechen, wie relevant, verlässlich und geschichtlich nachvollziebar die von der KI gegebenen Antworten sind.
  • Perspektiven von Tieren, Aliens oder KI-Systemen