Lino lernt, was eine Katze ist!
Lino lernt, was eine Katze ist!
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Tag
AI, AIKI, Bilderkennung, LP_AI, unplugged, Wahrnehmung
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Zyklus
C1, C2
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Schwierigkeitsgrad
Beginner
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Fachbereich
Gesellschaft, Sprachunterricht
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Medium
Lesson Plans
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Medienkompetenzen
Informationen und Daten
Material
- Handpuppe/Roboterfigur
- Bildkarten (Tiere)
Medienkompetenzen
1.2 Daten, Informationen und digitale Inhalte analysieren und bewerten
1.4 Daten, Informationen und digitale Inhalte verarbeiten
Bezug zum Lehrplan
Langues: Production orale
Bezug zum Alltag
Kinder erleben spielerisch, wie eine Künstliche Intelligenz (KI) durch Wiederholungen und Beispiele lernen kann. Dabei schlüpfen sie in die Rolle von „Lehrkräften“ und bringen einem „KI-Roboter“ etwas bei – ganz wie beim echten maschinellen Lernen.
KI ist längst Teil unseres Alltags: Sie steckt in Suchmaschinen, in Sprachassistenten wie Siri oder Alexa und sogar in Kameras. Schon Kinder lernen früh, mit solchen Technologien umzugehen. Dabei ist es wichtig zu verstehen, wie KI funktioniert: Sie nimmt die Umwelt über Sensoren wahr – nicht nur durch „Sehen“, sondern auch durch das Verarbeiten und Bewerten von Informationen.
Anders als Menschen verfügen KI-Systeme jedoch über kein Alltagswissen und keine allgemeine Intelligenz. Sie sind nur für bestimmte Aufgaben „intelligent“. Ein Computer erkennt ein Foto nicht wie ein Mensch, aber er kann darin Merkmale erkennen und vergleichen. So funktioniert zum Beispiel Bilderkennung: Die KI erkennt Objekte auf den Bildern, markiert sie im Bild und sortiert sie automatisch einem passenden Ordner zu.
Ablauf
Phase 1: Training – „Lino lernt“ (Lernphase)
Ziel: Die Kinder „füttern“ Lino mit Beispielen. Dadurch versteht er, was eine Katze ist.
Ablauf:
- Die Kinder sitzen im Halbkreis. Gegenüber sitzt „Lino“ (gespielt von einer Lehrkraft oder einem Kind mit Handpuppe).
- Die Lehrkraft oder die Kinder zeigen nacheinander vorbereitete Bildkarten mit verschiedenen Tieren.
- Zu jeder Karte sagen die Kinder gemeinsam laut:
- Bei einer Katze: „Das ist eine Katze!“
- Bei anderen Tieren: „Das ist keine Katze!“
- Lino „lernt“ durch jede Karte. Die Lehrkraft kann das visuell oder akustisch verstärken:
- Klebepunkte auf Linos Bauch = Lino speichert das Bild
- Lino sagt: „Ah, das merke ich mir!“ oder „Hmm, spannend!“
- Piep-Ton oder „Download-Sound“ beim Speichern
Phase 2: Test – „Was hat Lino gelernt?“ (Prüfphase)
Ziel: Jetzt wird geprüft, ob Lino gelernt hat, eine Katze zu erkennen.
KI kann lernen, Dinge zu erkennen – aber nur, wenn man sie ihr oft genug zeigt.
Ablauf:
- Lino wird nun „aktiv“. Er bekommt neue oder bereits gezeigte Bildkarten.
- Die Lehrkraft oder ein Kind hält Lino und spielt ihn:
- Frage an Lino: „Ist das eine Katze?“
- Lino antwortet: „Ja“ oder „Nein“
- Die Kinder entscheiden, ob Lino richtig liegt:
- „Richtig, Lino!“ oder „Nein, das ist falsch!“
- Wenn Lino einen Fehler macht:
- „Ups! Lino hat es noch nicht richtig gelernt!“
- Die Lehrkraft fragt: „Was können wir tun?“
- Antwort der Kinder: „Mehr Beispiele zeigen!“
- Die Trainingsphase kann wiederholt werden – so merkt Lino sich die Merkmale besser.
Tipps und Tricks
So lernt eine KI:
- Sie bekommt viele Beispiele.
- Sie macht manchmal Fehler.
- Sie muss üben – genau wie wir.
- Sie denkt nicht selbst.
Weiterführende Aktivitäten
Mini-Variante: Farben oder Formen trainieren (10 Minuten)
Gleicher Ablauf wie bei Tieren, aber z. B. nur mit roten Sachen oder nur Dreiecken.